Inhaltsstoffe
50 % Wasser
38.5 % Zucker
5 % Zitronensäure
4 % Weidenrinde
4 % Senf
0.002 % Duftveilchen
0.001 % Salz
Die Färbung entsteht durch Duftveilchen
Preis
0.5 Liter
CHF 15.00
1 Liter
CHF 24.00

positive Eigenschaften
antibakteriell, antioxidativ (Schutz vor den unerwünschten Reaktionen von Sauerstoff), antithrombotisch, antirheumatisch, antikarzinogen, blutreinigend, entzündungshemmend, entwässernd, desinfizierend, schmerzstillend, harnsäureausscheidend, schweisstreibend, anregend, fungizid, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, verdauungsfördernd, gallenanregend, durchblutungsfördernd
Die Weide ist ein uraltes und bis heute gebräuchliches Fiebermittel, das vor allem bei grippalen Erkrankungen mit Fieber, Grippe, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Migräne eingeestzt wird. Ausserdem wirkt die Weidenrinde bei Magen-Darmbeschwerden, Durchfall, Blasenentzündung, chronischen Beschwerden und Entzündungen, Rheuma, rheumatischen Schmerzen, degenerativen Gelenkserkrankungen, Knie- und Hüftgelenkarthrose, Gicht (harnsäureausscheidend), neuralgischen Schmerzen, Zahn-, Wund- und Muskelschmerzen und chronischen Rückenschmerzen. Bei fieberhaften und schmerzhaften Krankheitsbildern, die durch Kälte und Nässe ausgelöst sind – die typischen Standortbedingungen der Weiden – hilft die Weide besonders zuverlässig.
Bereits in der Antike setzten Heilkundige die Weidenrinde gegen Fieber und Schmerzen ein. 1828 isolierte man den zugehörigen Wirkstoff aus der Rinde: das Salicin, ein natürliches Schmerzmittel. Zehn Jahre später stellten Chemiker daraus die Salicylsäure her, die damals bereits als schmerzlinderndes Mittel zum Einsatz kam und die heute eines der bekanntesten Schmerzmittel darstellt.
Dank der in ihr enthaltenen Salicylate wirkt Weidenrinde schmerzlindernd, fiebersenkend und entzündungshemmend. Deshalb findet sie medizinische Anwendung bei leichten Rückenschmerzen, fiebrigen Erkältungen und Kopfschmerzen. Weidenrinde wird daher oft als das „pflanzliche Aspirin®“ bezeichnet.
Diese Salicylsäure aus Weidenrinde diente als Vorlage für die künstlich hergestellte Acetylsalicylsäure (ASS), die zur Gruppe der so genannten nicht steroidalen (bedeutet: es handelt sich nicht um Cortison) Antirheumatika – kurz: NSAR – gehört. Als pflanzliche Arzneiquelle dient auch heute noch die Rinde. Sie enthält bis zu 11 Prozent sogenannte Salicylate. Zu dieser Wirkstoffgruppe gehören die Substanzen Salicin und Salicortin. Zusätzlich findet man in der Rinde reichlich Gerbstoffe, Pflanzensäuren und die gesundheitsfördernden Flavonoide wie Isoquercitrin, Kaempferol und Quercetin, die u. a. antioxidativ, entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Die Gerbstoffe (Procyanidine) sorgen nicht nur für den bitteren Geschmack der Weidenrinde, sondern haben ausserdem eine antimikrobielle Wirkung, da sie Bakterien (z. B. auf der Schleimhaut) den Nährboden entziehen.
Ein breites Anwendungsgebiet der Weidenrinde sind Rheuma- und Gelenkerkrankungen (Arthrose). Bei diesen Erkrankungen kommt es zu Ablagerungen, Schleimansammlungen und Verquellungen im Bereich von Gelenkstrukturen, Stütz- und Bindegeweben, was mit Einschränkungen der Beweglichkeit und der Elastizität einhergeht. Die Weide stellt für diese Krankheitsbilder jene Kräfte zur Verfügung, die sie aus dem fliessenden Element in der äusseren Natur aufnimmt und mit denen die meisten Weidenarten ihre Zweige schmiegsam und beweglich erhalten.
Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet der Weidenrinde sind Darmerkrankungen, wozu sie ebenfalls schon im Altertum, wie z. B. in Babylonien und Griechenland, verwendet wurde. Weiden sind in der äusseren Natur lebendige Vermittler zwischen flüssig und fest. Im menschlichen Organisums entwickeln Weiden diese ausgleichende, vermittelnde Fähigkeit im Umgang mit dem flüssig-festen Darminhalt.
Weiter wirkt die Weidenrinde positiv auf das Herzkreislaufsystem und beugt effektiv Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Weidenrinde enthält zum einen Antioxidanten, die jene freien Radikalen reduzieren, welche für die Startreaktion der Arterosklerose verantwortlich gemacht werden, zum anderen hemmt die Weidenrinde die Verklumpung der Blutplättchen (Thrombose) ohne blutverdünnend zu wirken. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das natürliche Salicin der Weidenrinde keine aggregationshemmenden und damit die Blutgerinnung hemmenden Eigenschaften hat.
Senf wird schon seit Menschengedenken als Gewürzpflanze benutzt. Der Einsatz der scharfen Körner ist im Mittelmeerraum und auch in Asien bekannt und beliebt.
In Mitteleuropa wird der Senf unter anderem schon 1543 von Leonard Fuchs beschrieben und gegen Epilepsie, geschwollene Milz und langwierige Gebrechen empfohlen.
Senf regt die Verdauung an und hilft so Nahrung zu verdauen. Ausserdem hilft Senf gegen Blähungen und Verstopfungen. Durch die Schärfe der Senfölglycoside und der ätherischen Öle kann Senf ausserdem die Atemwege befreien. Weiter können Senfölglykoside, Sulforaphan und Gluccsinolate die Zellen vor krebserregenden freien Radikalen schützen und so das Risiko an Tumor- und Krebserkrankungen senken. Ausserdem hemmen sie das Tumor- und Krebswachstum sowie die Metastasierung um 50 Prozent. Das gilt vor allem bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakrebs. Darüber hinaus wirkt Senf keimtötend gegen Helicobacter pylori (Magengeschwürverursacher) sowie gegen antibiotikaresistente Bakterienstämme und Krankenhauskeime (MRSA).
Senf wird hauptsächlich bei Verdauungsschwäche, Rheuma, Gicht, Arthrose, Hexenschuss, Ischiasbewschwerden, Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen, Nervenentzündungen, Kreislaufschwäche und Durchblutungsstörungen angewendet. Darüber hinaus ist Senf bei Bronchitis, Erkältung, Gallenbeschwerden, Blasenentzündung, Halsschmerzen, Nebenhöhlenentzündung, Nierenkolik, Ödemen, Kopfschmerzen, Nervenentzündung und niedrigem Blutdruck sehr hilfreich. In der traditionellen Medizin wird Senf bei Appetitlosigkeit, Blutergüssen, Heuschnupfen und zur Besserung von Lähmungserscheinungen empfohlen.
Hinweis: Viele Menschen wenden die Weidenrinde bei akuten Schmerzen für einige Tage an, stufen sie daraufhin als wirkungslos ein und verzichten deshalb auf weitere Anwendungen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Umwandlung von Salicin im Körper langsam verläuft und die Wirkung deshalb nicht so schnell einsetzt wie bei synthetischen Schmerzmitteln.
Da es nun etwa 14 Tage dauern kann, bis die Weidenrinde ihre volle Wirkkraft entfaltet, ist sie nicht zur Behandlung akuter Schmerzen geeignet, dafür aber bei chronischen Schmerzen ein empfehlenswertes Mittel. Dazu kommt, dass die Wirkung länger anhält als bei herkömmlichen Schmerztabletten und – wie bereits erläutert – dem Körper im Vergleich dazu keinen Schaden zufügt.
Hinweis: Wenn du überempfindlich auf Acetylsalicylsäure (ASS) reagierst, an Asthma, Magen-Darm-Geschwüren oder eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion leidest, solltest du Weidenrindenzubereitungen nur nach Rücksprache mit deinem Arzt bzw. Heilpraktiker einnehmen. Dasselbe gilt, wie im Übrigen bei vielen anderen pflanzlichen Heilmitteln, auch für Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter 12 Jahren.
Vorsichtig sollte man bei einer Überempfindlichkeit bzw. Allergie gegen Salicylsäure sein, insbesondere bei Blutungsneigung.